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Adler beobachten
in Mecklenburg-Vorpommern

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natur-pur.de/adler.htm ist verbunden mit waren.de/wisentgehege.htm
In Mecklenburg-Vorpommern können Sie 3 Arten der berühmten Wappenvögel einigermassen sicher beobachten:
Fischadler
Seeadler
Schreiadler
Erlebe-MV.de/natur/adler.htm ist verbunden mit naturschutz.info

Alle 3 Arten sind Brutvögel; die Beobachtung an den Horsten ist aber schwierig bzw. unmöglich und auch verboten, damit die Vögel nicht gestört werden. Wir verraten deshalb auch hier keine Geheimtipps oder gar Brutplätze; Sie sollen aber gerne wissen, wo Sie zu sicheren Beobachtungen kommen, ohne die Tiere zu beunruhigen.

Fischadler mit Fisch

Am problemlosesten - an einigen Orten sogar häufig - werden Sie dem Fischadler begegnen: Besonders an der Müritz brüten die grossen Vögel gerne und zahlreich auf künstlichen Nistplattformen, die auf hohen Überlandleitungs-Masten montiert sind. Aber obwohl sie diese Nisthilfen gerne annehmen - nahezu auf jedem 5. Mast können Sie ein Brutpaar erwarten - sind sie doch schnell beunruhigt, wenn der Besucher in ihr Revier eindringt.

Gleichermassen nützlich für Mensch und Tier ist deshalb ein Fischadlerhorst bei Federow, wenige Kilometer östlich von Waren/ Müritz:

Fischadlerhorst bei Federow

Hier können Sie per Webcam am Familienleben der Adler teilnehmen! Dieser Horst befindet sich unmittelbar hinter dem Ort Federow (von Waren/ Müritz kommend), ein komfortabler Beobachtungsstand sorgt für gute Beobachtungen, bei denen die Tiere nicht gestört werden.

Auch in Krakow am See gibt es eine Beobachtungskanzel in bequemer Fernglas-Nähe (ca. 300 m) zu einem Fischadlerhorst; fragen Sie nach "Reuters Paradiesgartenblick".

In Mecklenburg-Vorpommern lebt etwa ein Drittel aller deutschen Fischadler und davon wiederum die Hälfte im Landkreis Müritz: Um die 50 Brutpaare sorgen für einen mittlerweile ziemlich stabilen Bestand.

Unsere mitteleuropäischen Fischadler sind Zugvögel. Sie wandern ab August aus den Brutgebieten ab, die letzten Durchzügler aus dem Norden werden hier um Mitte November beobachtet. Ende März bis Mitte April treffen die Adler wieder an den Brutplätzen ein.

Seeadler

Während sich der Fischadler - er ist deutlich kleiner, relativ bunt und mit dem Seeadler auch gar nicht so nahe verwandt - tatsächlich fast ausschliesslich von Fischen ernährt, jagt der riesige Seeadler auch gerne grössere Vögel, die in seinem Revier vorkommen: Enten und Gänse stehen regelmässig auf seinem Speisezettel und selbst die grossen Kraniche greift er an. Sehr gerne aber nimmt er auch Aas, wobei es ihm ziemlich egal zu sein scheint, ob es Fische, Vögel oder Säugetiere sind.

An der Ostsee, z.B. im Bereich der Südspitze der Insel Hiddensee, trifft man sie regelmässig auf den Sandbänken, wo sie am Flutsaum nach angespülten toten Tieren Ausschau halten.

Abstreichender Seeadler

Den Seeadler können Sie am besten nach der Brutzeit beobachten. Seine Horste gehören zu den bestgehütetsten Geheimnissen und Sie würden sich sehr unbeliebt machen, wenn Sie während der Brutzeit versuchen, in die Nähe eines Adler-Horsts zu gelangen: Man ist hier - sicherlich zu Recht - stolz darauf, dass sich so viele der stolzen Vögel in Mecklenburg-Vorpommern wohlfühlen.

Das Flugbild des mächtigen Vogels ist unverkennbar - kein anderer einheimischer Greifvogel hat solche gewaltigen, brettartigen Schwingen.

Wenn die Jungen flügge sind, können Sie gerne auf Beobachtungs-Tour gehen: In Krakow am See am sog. "Obersee" z.B. und südlich von Röbel. Regelmässig sieht man ihn auch am Drewitzer See, der trotz seiner Lage direkt an der Autobahn einer der saubersten, schönsten - und unbekanntesten - Seen der Mecklenburgischen Seenplatte ist.

Am leichtesten können Sie Seeadler im Winter beobachten: 3 oder 6, ja bis zu einem Dutzend der grossen Vögel finden sich dann am Luder - also bei toten Tieren - zusammen. Mit einem guten Fernglas, noch besser natürlich einem Spektiv, können Sie die Vögel problemlos von der Strasse aus sehen (z.B. von der kleinen Strasse, die am Westufer des Krakower Obersees entlang führt). Dort in der Nähe (an der Strasse nach Glawe) gibt es übrigens auch eine sehr komfortable Beobachtungskanzel (bis 16 Personen), die nur gut 150m von einem traditionellen Ansitz der Adler entfernt steht.

Im Müritz-Nationalpark gibt es mehrere Seeadler-Paare und auch in der Feldberger Seenlandschaft können Sie den mächtigen Vogel mit dem charakteristischen weissen Schwanz und den gewaltigen, brettartig breiten Schwingen beobachten.
Mit 15 Brutpaaren den besten Bestand weist allerdings der Naturpark Nossentiner-Schwinzer Heide auf.

Der Schreiadler (Aquila pomarina) ist wirklich schwierig zu erwischen. Da er nicht ganz so eindrucksvoll ist, wie der unverwechselbare Seeadler, wird er auch leicht übersehen, zumal man diesen Vertreter der mehr osteuropäischen Vogelwelt hier nicht unbedingt erwartet. Auch wird er gelegentlich mit dem entfernt ähnlichen Mäusebussard verwechselt.
Aber je weiter Sie in den Nordosten Deutschlands kommen, desto grösser sind die Chancen, auch diesen seltenen Greifvogel zu Gesicht zu bekommen.

Der Schreiadler ist auch als Pommernadler bekannt - sehr zu recht, denn in Deutschland ist er als Brutvogel tatsächlich fast nur in Vorpommern heimisch. Insgesamt ist der deutsche Bestand sehr klein - es mögen noch etwa 100 Paare sein, die im Nordosten unseres Landes beheimatet sind. Zur Überwinterung fliegt dieser eher kleine Adler bis weit in den Süden Afrikas. Ab etwa Mitte April kehrt er dann in sein Brutgebiet zurück.

Auffällig ist die Nahrungssuche: Schreiadler jagen sehr gerne und erfolgreich zu Fuss. Sie brauchen deshalb neben naturnahen Altholzbeständen auch Wiesen und ähnliche freie Räume.

Adlerbeobachtung:

Wir möchten Sie aber noch auf eine weitere Möglichkeit aufmerksam machen, freifliegende Adler zu beobachten:
In Marlow, südlich von Ribnitz-Damgarten und somit nicht weit von der Ostsee gibt es einen wirklich sehenswerten Vogelpark, in dem auch sehr interessante Flugvorführungen mit Greifvögeln gezeigt werden. Vor allem im Mai lohnt es sich, den Besuch des Vogelparks zu verbinden mit einer Fahrt ins nahe Graal-Müritz mit seinem schönen Rhododendronpark.

Einen Besuch der Adlerwarte in Wredenhagen, wenige Kilometer südlich von Röbel, sollten Sie aktuell telefonisch vorbereiten: Diese Einrichtung hat in den letzten Jahren leider eine wechselvolle Geschichte hinter sich. 2012 existierte sie nach erneutem Betreiberwechsel wieder. Es bleibt zu hoffen, dass die Besucher auch in den kommenden Jahren wieder mit fachkundiger Erläuterung erleben können, wie die eleganten Vögel frei fliegen und jagen. Mehr dazu unter www.ausflugstipps-mecklenburg.de.

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